Russland

Russland  bzw. die Russische Föderation  ist ein föderativer Staat und flächenmäßig der größte Staat der Erde.

Russland ist eine “gelenkte Demokratie” mit ca. 144 Millionen Einwohnern, wo der Präsident eine autokratische Macht ausübt.
Das Pro Kopf Einkommen aus dem BIP beträgt jährlich US $ 11.947 . Dabei ist jedoch zu beachten, das fast zwei Drittel des Vermögens von ein paar Millionären und Milliardären kontrolliert ist. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt in Armut.

Auch im Jahr 2018 hat die soziale Sicherheit in Russland abgenommen. Zwar steigen die Löhne, aber die Reallöhne im Verhältnis zum Preis der Güter sinkt weiter. Ein Drittel der russischen Bevölkerung hat monatlich weniger als das Existenzminimum zur Verfügung. Das bedeutet, dass die Menschen nicht einmal ihre grundlegenden materiellen Bedürfnisse befriedigen können, zum Beispiel durch Nahrung oder Kleidung. Die soziale Situation des Landes hängt maßgeblich mit der gesamtwirtschaftlichen zusammen: Die Wirtschaft in Russland ist nicht nur durch die  Sanktionen des Westens, sondern auch durch die starke Abhängigkeit von Geschäften mit Erdöl und Erdgas und die hohe Kapitalflucht instabil.

Die Kinderheime

Foto Dmitry Markov

Die Kinderheime und Waisenhäuser sind stark von der aktuellen Krise betroffen. Das Jahresbudget jedes Kinderheims sollte zumindest die Gehälter der Angestellten, als auch  Mahlzeiten, Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel und Medikamente für Kinder abdecken können. Doch durch den Mangel an monetären Mitteln können selbst die alltäglichen Kosten nicht mehr getragen werden. Die fehlenden Mittel zwangen die Einrichtungen im Vorjahr vermehrt dazu, Kredite aufzunehmen. Diese Entwicklung ist nicht neu: Seit im Jahr 2014 erste Sanktionen gegen Russland verhängt wurden, sahen sich Kinderheime und Waisenhäuser mit finanziellen Kürzungen um rund 20 Prozent konfrontiert. Obwohl ihre finanziellen Mittel aktuell wieder leicht steigen, reicht die Unterstützung bei Weitem nicht. Die Einrichtungen brauchen Hilfe, um die Grundbedürfnisse der Kinder stillen zu können. Die Armut steigt, insbesondere in ländlichen Gegenden. Geldsorgen machen den Menschen zu schaffen, weshalb das Eingreifen und Handeln der lokalen Organisationen verstärkt erforderlich ist.

Die Region Pskow

Foto Dmitry Markov

Pskow Oblast, die Region der Russischen Föderation entlang der Grenze mit Estland und Lettland, ist eine der ärmsten Regionen in Russland. Als „Hauptstadt der russischen Abwanderung“ zählte die Region 2018 noch rund 636.600 Einwohner (city population).

kleine herzen unterstützt seit 2008 bedürftige Kinder in der Region Pskow. Derzeit leben rund 2.000 Kinder in staatlichen Einrichtungen. kleine herzen hat gemeinsam mit seinen Partnern und Sponsoren aus Europa viele Projekte zur Verbesserung des Lebens, der Ausbildung und der medizinischen Versorgung von Kindern ohne elterliche Fürsorge umgesetzt. Allein im Jahr 2018 konnten dank der Patenschaften und der Unterstützung von H. Stepic CEE Charity – unterstützt von Raiffeisenbank International – zehn Kinderheimen Material (Winterschuhe, Winterkleidung, Medikamente, Schulbücher) zur Verfügung gestellt werden.

Der russische gemeinnützige Verein „Pskov regional branch of Children’s Foundation“ unterstützt erfolgreich seit 1988 Waisen und bedürftige Kinder, Kinder mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche aus mittellosen Familien, ehemalige Schüler von Kinderheimen und jugendliche Straftäter sowie soziale Einrichtungen für Kinder. Der Verein ist offiziell in Russland als karitative Organisation anerkannt.

„Pskov regional branch of Children’s Foundation“ hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bedingungen für die umfassende Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen.