Pflegefamilien für Waisenkinder mit körperlichen Behinderungen

“Von Herz zu Herz” – Pflegefamilien für Russische Waisenkinder mit körperlichen Behinderungen

Pflegefamilien

Viele Sozialwaisen mit besonderen Bedürfnissen wachsen in staatlichen Institutionen auf – bei Pflegefamilien hätten sie eine weit bessere Zukunft. kleine herzen benötigt Unterstützung für die Umsetzung.

In Russland gehört der Mangel an staatlicher Unterstützung, bzw. die geringe Zahl von Initiativen und Förderungsprogrammen für Familien mit Kindern zu den Hauptursachen der hohen Waisenzahlen. Viele Familien in Russland leben unter der Armutsgrenze. Das verursacht sozial-psychologische Probleme, wie Depression, Aggressivität, Alkoholismus und Drogensucht. All das kann unerträgliche Lebensbedingungen für Kinder in der Familie zur Folge haben. Diesen Familien wurden entweder ihre Sorgenrecht entzogen oder entscheiden selbst Ihre Kinder in staatliche Institutionen zu bringen. Kinder, die der Elternfürsorge entzogen sind, aber deren Eltern noch am Leben sind, sind Sozialwaisen und repräsentieren die Mehrheit der Kinder, die in staatlichen Kinderheimen aufwachsen.

Heutzutage existieren in Russland zwei Pflegesysteme für Waisenkinder und Sozialwaisen:

Internate:

Staatliche Institutionen, die für den Staat sehr teuer sind und die elterliche Fürsorge bei der Vermittlung einer wertebezogenen Erziehung und Bildung nicht ersetzen können. Auch die soziale und psychische Entwicklungsunterstützung für die Kinder ist nicht ausreichend. Nur die wenigsten dieser Kinder schaffen es sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Pflegefamilien:

Damit werden die Bedürfnisse der Kinder viel besser gewährleistet: Erziehung in einer familiären Umgebung, in einer Atmosphäre von Glück, Liebe und Harmonie. Die Kinder entwickeln sich wesentlich besser und haben vielmehr Chance sich in der Gesellschaft zu integrieren.

Während die Fürsorge in Familien im Hinblick auf die gesunden Kinder leichter zu lösen ist, ist es für Kinder mit körperlichen Einschränkungen und Entwicklungsverzögerungen viel schwerer eine Pflegefamilie zu finden. Behinderte Kinder brauchen medizinische Unterstützung, Therapien, die die Pflegefamilie sich nicht leisten kann ohne Unterstützung des Staats. Kinder, die unter diesen körperlichen Einschränkungen und Entwicklungsverzögerungen leiden, sind für die Familien auch organisatorisch und seelisch sehr belastend, was zum Scheitern führen kann. So bleibt für diese Kinder im Falle des Verlustes ihrer eigenen Familie meist nur die Internatsanstalt.

Um für Kinder mit besonderen Bedürfnissen auch eine erfolgreiche Integration in Pflegefamilien zu schaffen, ist ausreichende Unterstützung in finanzieller Hinsicht, in Ausbildung und in Kontrollmaßnahmen notwendig. In den letzten Jahren ist es in der Pskov Region gelungen, die Zahl der Waisenkinder und der Kinder, die zur Adoption freigegeben wurden, deutlich zu reduzieren. Dennoch leben immer noch 120 Kinder mit eingeschränkten Fähigkeiten und mit Entwicklungsverzögerungen in den Kinderhäusern, die geeignet wären für die Aufnahme in eine Pflegefamilie.

Das Hauptziel des Projektes „Von Herz zu Herz“ ist es deshalb auch diese Kinder erfolgreich in Pflegefamilien zu integrieren und sie sowohl materiell als auch mit therapeutische Maßnahmen zu unterstützen und alles Nötige für die Familie zur Verfügung zu stellen, damit sich ein Kind mit einer Entwicklungsverzögerung optimal entwickeln kann.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir den Waisenkindern mit körperlichen Einschränkungen und Entwicklungsverzögerungen eine optimale Umgebung zu schaffen, in der sie emotional und physisch gefördert werden und in der sie vor Allem geliebt und geachtet werden, für das was sie sind. Für eine gute Chance später ein eigenständiges Leben führen zu können.

Im Rahmen der Projektumsetzung werden neben den Pflegefamilien auch Mitarbeiter des Jugendamtes, Ärzte, Lehrkräfte und Psychologen mitarbeiten. Es werden alle nötigen Schritte vorgenommen, damit die Pflegefamilien ein bedürftiges Kind optimal betreuen können. Eine der umzusetzenden Maßnahmen wird die Weiterentwicklung von bereits bestehenden psychologisch-medizinischen Rehabilitationszentren sein. Im Rahmen der konsultativen und psychologischen Arbeit dieser Zentren werden individuelle Gespräche mit den möglichen Pflegefamilien geführt, desweiteren sind, neben den Rehabilitationsanwendungen für die Kinder, auch praktische Trainings und Vorträge für deren Pflegeeltern angedacht.

Weiters wird den Familien auch eine finanzielle Unterstützung gewährt. Diese äußert sich in der Beschaffung aller notwendigen orthopädischen Geräte, Hörgeräte, Brillen, Teststreifen und anderer Technik, die für die Erhaltung der Gesundheit des Kindes erforderlich ist. Außerdem ist es angedacht, den Pflegefamilien einen unkomplizierten und stetigen Zugang zu den jeweiligen Ärzten zu ermöglichen, die sich auf die Behandlung der Krankheiten der Kinder spezialisiert haben. Der letzte, nicht weniger wichtige Punkt, ist die Unterstützung der Pflegeeltern in der richtigen Erziehung ihrer Schutzbefohlenen. Hierzu werden von der lokalen Sozialbehörde verschiedene soziale Veranstaltungen und soziale Projekte durchgeführt, zu denen die Vertreter der örtlichen Medien, der Elternorganisation, Kindervereine und Spezialisten für Rehabilitation von Kindern mit Behinderungen eingeladen werden.

Derartige Projekte sind in der Region einmalig.

Dieses Projekt wird dazu beitragen:

  1. Eine deutlich bessere Unterstützung der Pflegekinder und deren Pflegefamilien zu ermöglichen
  2. Die Vermittlung der Anerkennung der Gesellschaft für die Familien, die den Schritt wagen ein Kind mit körperlichen Einschränkungen und Entwicklungsverzögerungen bei sich aufzunehmen
  3. Schaffung einer Vielzahl von Maßnahmen die zu einer Verbesserung der Weiterentwicklung von unterschiedlichen Familienformen in der Erziehung von Waisenkindern beitragen.
  4. Weiterentwicklung von psychologischen und medizinischen Serviceleistungen in dementsprechenden Zentren, die den Familien zugutekommen.

Wie brauchen Ihre Unterstützung, bitte helfen Sie uns helfen!

 

Die gesamte notwendige Investition beträgt 18.000 EUR

BeschreibungBetrag in EUR
Restbetrag zu finanzieren

12.700

Finanziellen Unterstützung für die Beschaffung von orthopädischen Geräten

2.900

Organisation von prophylaktischen und gesundheitsfördernden Aktivitäten: Schwimmen unter Anleitung in Velikie Luki – Nutzung der bereits existierenden Schwimmhalle im Waisenhaus für behinderte Kinder in Velikie Luki. 32000 RUB /Monat

5.500

Beschaffung von: Laufband, Sporträder und anderen Geräten. Beschaffung von Materialien für die Physiotherapie und die Ergotherapie. Einrichtung eines „trockenen“ Pools. Einrichtung eines Sinnes-Raumes (hell und dunkel) - 3.000€ bereits von MERCK Austria finanziert

5.800

Durchführung von Gesprächen und Seminaren für die Mitarbeiter, die für die Begleitung der Pflegeeltern verantwortlich sein werden

600

Durchführung von Schulungen für die Spezialisten des Rehabilitationszentrums

900

Beschaffung von Brillen und Hörapparaten – bereits von kleine herzen und MERCK Austria finanziert

2.300

Gesamtbetrag

18.000

schon finanziert

5.300

Von ganzem Herzen, Danke!

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