Ein Treffen, das zu Herzen geht

kleine herzen unterstützt die Patenschaft für benachteiligte Kinder in Russland und der Ukraine seit seiner Gründung im Jahr 2006, und seit April 2019 die Patenschaft für benachteiligte Kinder in Kambodscha. Viele unserer Paten unterstützen ein Kind seit mehr als 12 Jahren.

Eine Patenschaft für ein Kind im Ausland zu übernehmen, bedeutet, einem bedürftigen Kind zu helfen, erwachsen zu werden, in seinem Geburtsland zu gedeihen und ein autonomes und verantwortungsbewusstes Erwachsenenleben aufzubauen. Es ist auch eine einmalige Gelegenheit, ein bedeutungsvolles Erlebnis mit einem Kind aus einer anderen Kultur zu teilen.  Die Beziehungen zwischen Paten und ihren Patenkindern wirken sich besonders emotional äußerst positiv auf die Entwicklung der Kinder aus.

Kleine Herzen ermutigt auch Paten, ihr Patenkind während einer Reise in sein Land zu besuchen. Wenn es möglich ist, zögern Sie nicht! Wenn Sie den Tag mit Ihrem Patenkind verbringen, haben Sie die seltene Gelegenheit, sein Leben zu teilen und sein Umfeld kennenzulernen. Sie werden konkret sehen, wie Ihre Patenschaft den Unterschied in Ihrem Leben ausmacht, indem Sie den Fortschritt entdecken, der dank Ihnen erzielt wurde.

Nach Meinung aller Paten, die dies getan haben, ist dieser Besuch ein einzigartiges Erlebnis, reich an Emotionen und unvergesslich für Sie wie für das Kind!

Anita erzählt uns von ihrem Treffen mit ihrem Patenkind Marin in Kambodscha im FLO-Kinderheim,  Phnom Penh, im Juli 2019

“Mit im Gepäck hatten wir ein Geschenk für unser Patenkind Marin im Kinderheim FLO. Endlich war es soweit und wir machten uns mit einem TukTuk auf den Weg ins Kinderheim. Dort angekommen wurden wir sehr herzlich von Yit Virasy begrüßt.

Er führte uns in sein Büro, indem bereits Marin wartete. Es begrüßte uns ein sehr schüchternes Mädchen, das mit uns „Westlern“ sichtlich überfordert war. Erst nachdem meine beiden Mädchen die mitgebrachten Geschenke überreicht hatten, unter anderem auch ein selbst gemachtes Armband meiner Tochter, stahl sich ein Strahlen auf das ernste Gesicht. Das Eis war gebrochen. Während mir Yit aus dem Leben der Kinder im Waisenhaus berichtete, sind die Mädchen miteinander in Kontakt getreten. Obwohl die sprachliche Barriere sie trennte, wurde dennoch ein Weg gefunden miteinander zu kommunizieren.

Yit berichtet vom Alltag der Kinder. Sie gehen vormittags in staatliche Schulen. Um 12 Uhr gibt es täglich Mittagessen, bis 13 Uhr wird dann geruht, danach beginnt im Kinderheim Englisch- oder IT-Unterricht. Danach werden die Hausaufgaben gemacht. Dabei helfen die großen den kleineren Kindern. Es scheint sehr straff organisiert, doch wir durften die Kinder kennen lernen und sie wirkten alle sehr zufrieden und glücklich. Uns wurde ein Lächeln und ein freundliches „Hello“ geschenkt.

Vorallem hat mich aus Yits Bericht gefreut zu hören, dass die Kinder im Heim bleiben dürfen, bis sie selbständig ein Leben führen können.

Bis die Kinder von der Schule zurück kamen führte uns Yit auch durch die Anlage von FLO. Marin nahm meine ältere Tochter an der Hand und zeigte ihr, ihr „Zimmer“, einen Raum, den sie sich mit allen anderen Mädchen zum Schlafen teilt. Meine Tochter schmolz dahin und wollte Marin nicht mehr los lassen. Es war sehr emotionell für mich, meine Tochter, die selten Gefühle zeigt, so zu erleben. Es wurden uns auch der EDV-Raum gezeigt, der mit Computern ausgestattet ist, ebenso die Bibliothek mit Englisch- und Khmersprachigen Büchern sowie der Unterrichtsraum, indem englisch unterrichtet wird. In der Küche war die Köchin gerade dabei das Essen fertig zu stellen.

Alles wirkte sehr gepflegt. Endlich kamen auch die anderen Kinder von der Schule. Sehr diszipliniert stellten sie sich vor dem Essraum auf und Yit erklärte ihnen wer wir sind. Marin war stets ganz stolz an unserer Seite. Mit neugieren Gesichtern wurden wir gemustert. Spätestens, nachdem wir auch Geschenke von anderen Paten überreichen durften und die strahlenden Augen dieser Kinder sahen, wurde dieser Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Kinder durften dann ihr Mittagessen in der Küche abholen und wieder war die Disziplin erstaunlich. Die Kinder sind sehr gute erzogen, wirkten dabei aber sehr zufrieden und glücklich. Meine Töchter durften noch jedem Kind als Nachspeise die mitgebrachten Süßigkeiten schenken – und wieder diese strahlenden Gesichter.

Danach verabschiedeten wir uns um den Tagesablauf nicht zu stören. Der Abschied viel uns schwer, vorallem von Marin. Innerhalb kürzester Zeit haben wir das kleine Mädchen ins Herz geschlossen. Es war ein unvergessliches Treffen. Ein Treffen, das zu Herzen ging. Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieses wunderbaren Projektes sein kann. Ein Projekt, das in diesem Land Hoffnung gibt. Patin für Marin sein zu dürfen, ist für mich und meine Töchter ein großes Geschenk.”

Möchten Sie dieses schöne menschliche Abenteuer starten?

Wir würden uns sehr freuen und wären dankbar, Sie in unserer kleine herzen Familie begrüßen zu dürfen.